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Altholzverwertung


Kraftwerk Zapfendorf: Veolia macht aus Altholz erneuerbare Energie

Veolia stärkt seine Position als Produzent erneuerbarer Energien bei der optimierten Ressourcenverwertung: Mit der Übernahme des Bio- und Holzkraftwerks Zapfendorf in Bayern haben wir uns erstmals eigene Verwertungskapazitäten für Altholz gesichert.

Ansicht Zapfendorf

Rund 47.000 MWh Strom produziert das Bio- und Holzkraftwerk jährlich.

Der Geschäftsbereich Entsorgung von Veolia Deutschland steht damit für ein zukunftsweisendes Verwertungskonzept: Weg von der reinen Abfallentsorgung, hin zur ökologischen und wirtschaftlichen Produktion erneuerbarer Energien aus organischen Stoffen wie Altholz.

​Matthias Harms
Geschäftsführer Veolia Deutschland, und Direktor Geschäftsbereich Entsorgung, CEO der Veolia Umweltservice Gruppe

„Mit den neuen Verwertungskapazitäten bauen wir unser nachhaltiges Profil innerhalb der Kreislaufwirtschaft weiter aus. Gleichzeitig festigen wir damit die starke Integration unserer drei Geschäftsbereiche Wasser, Energie und Entsorgung, wovon vor allem unsere Kunden profitieren.“

Die thermische Verwertung von Biomasse, wie sie im Kraftwerk Zapfendorf vorgenommen wird, ist eine anerkannte Methode, um fortschrittliche Technologie zum Schutz der Umwelt anzuwenden.
 

Effiziente Technik und überzeugende Leistung bei höchster Sicherheit

Pro Jahr werden bis zu 65.000 Tonnen Altholz thermisch verwertet.

In der modernen Anlage des Bio- und Holzkraftwerks Zapfendorf werden pro Jahr bis zu 65.000 Tonnen Altholz aus allen Klassen sachgerecht vorbehandelt und zur Energiegewinnung thermisch verwertet. Jährlich entstehen im Kraftwerk auf diese Weise etwa 47.000 MWh Strom: Genügend Energie, um 12.000 Einfamilienhaushalte zu versorgen. Richtungsweisende Verfahren auf dem neuesten Stand der Technik ermöglichen, dass rund 90 Prozent des Energiegehalts der Althölzer bei diesem Prozess genutzt werden können.

Die Stromgewinnung ist nicht nur hoch effizient, sondern auch umweltschonend: Sie erfolgt CO2-neutral und spart 110.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr ein. Zudem wird beim Verwertungsprozess großen Wert auf Sicherheit gelegt: Eine leistungsfähige Reinigungsanlage filtert Rauchgase und Staubpartikel zuverlässig heraus, sodass die Emissionswerte weit unterhalb der zulässigen Grenzwerte bleiben.
 

Der Weg vom Altholz zum Strom

Aus Altholz wird Strom gewonnen, natürliche Ressourcen werden umweltschonend aufbereitet und in neue Energie umgewandelt. Tag für Tag beginnt dieser Prozess von Neuem. Dafür setzen sich nicht zuletzt die 25 Beschäftigten ein. Sie machen es möglich, dass alle Abläufe der Anlage Hand in Hand gehen.

Für den Verwertungsprozess werden zahlreiche unterschiedliche Altholzarten aus Industrie und Baugewerbe verwendet. Darunter sind Hölzer der Klassen A I bis IV – unter anderem verleimte oder behandelte Hölzer –, die wegen ihrer Umweltbelastung normalerweise auf der Deponie entsorgt werden müssten. Diese Alt- und Resthölzer müssen für die Wärmeerzeugung in unserem Kraftwerk aufbereitet werden. Das Material wird zerkleinert, von störenden Elementen befreit, gemischt und trocken gelagert.

Die Stromerzeugung im Bio- und Holzkraftwerk Zapfendorf ist CO2-neutral und spart 110.000 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr ein.

Die moderne Logistik erlaubt es, die aufbereiteten Brennstoffe direkt vom Lager in die ganzjährig betriebene Verbrennungsanlage zu befördern. Hier verbrennt die Biomasse bei mehr als 850 Grad Celsius in der Feuerungsanlage. Die heißen Rauchgase wiederum erhitzen Wasser in einem Kessel und der so entstehende Dampf treibt eine Hoch- und eine Niederdruck-Turbine für die Stromproduktion an.

Die hohen Kesseltemperaturen ermöglichen optimale Abläufe bei diesem Verfahren und eine Rauchgasrückführung sorgt für eine bessere Verbrennung. Zudem wird ein Katalysator zur Reduktion der Stickoxide eingesetzt und eine leistungsfähige Rauchgasreinigungsanalage stellt die zuverlässige Entfernung von Schadstoffen sicher.

Die im Bio- und Holzkraftwerk erzeugte Energie wird bis Ende 2021 auf Grundlage des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) gefördert.

Aus Altholz wird Strom – Fakten zum Bio- und Holzkraftwerk Zapfendorf:

  • Erzeugung von circa 47.000 MWh Strom jährlich
  • Ökologische Verwertung von 65.000 Tonnen Altholz pro Jahr
  • CO2-neutrale Stromerzeugung
  • Einsparung von 110.000 Kohlendioxid pro Jahr
  • Nutzung von rund 90 Prozent des Energiegehalts der Althölzer