3 juni 2014

Stellungnahme zu Berichten in 'Frontal21' am 27.05. und 'Handelsblatt' am 03.06.2014

In den Beiträgen über die Verfüllung des ehemaligen Ton-Tagebaus Vehlitz und Möckern in Sachsen-Anhalt wird auch Veolia genannt. Hierzu möchten wir einige Dinge klarstellen, die wir auch den Journalisten von Frontal 21 und Handelsblatt erläutert haben:
  1. Es handelt sich um mehrere Jahre zurückliegende Vorgänge, die in eine Zeit zurückreichen, in der die im Bericht erwähnten Unternehmen nicht zur Veolia-Gruppe gehörten. Sie kamen erst im Juli 2007 im Rahmen des Kaufs der SULO-Gruppe zu Veolia Umweltservice (VUS). Im März 2008 hat VUS die Lieferung und Aufbereitung von Material für diese Verfüllung von sich aus eingestellt.
  2. Die im Beitrag erwähnten Anklagen betreffen das Handeln ehemaliger Mitarbeiter dieser Tochterunternehmen, die seit ca. fünf Jahren nicht mehr für die Gruppe tätig sind.
  3. Nur der kleinere Teil der in den Tongruben verfüllten Materialien stammte von SULO/VUS. Insgesamt wurden dort nach Schätzungen ca. 1,3 Millionen Tonnen Material aus unterschiedlichen Quellen eingelagert. Aus von SULO/VUS gelieferten Materialien stammen nach unseren Berechnungen ca. 250 000 Tonnen.
  4. Die umfassende interne Aufarbeitung der Vorgänge hat ergeben, dass keine Umdeklarationen oder illegale Abfallablagerungen erfolgten. Das von SULO/VUS gelieferte Material entsprach den geltenden Genehmigungen, es wurde nicht gegen behördliche Auflagen verstoßen.
  5. ​Unabhängig davon hat Veolia frühzeitig freiwillig Unterstützung dabei angeboten, die beiden Tongruben  zu sichern und Umweltschäden zu verhindern. Unseren Vorschlag hierzu hat das Land Sachsen-Anhalt seinerzeit  abgelehnt. Aktuell gibt es hierzu erneute Kontakte.
  6. ​Der Hintergrund der außerordentlichen Kündigung des ehemaligen Geschäftsführers Dr. Thorsten Grenz aus wichtigem Grund im Jahr 2012 ist Gegenstand eines laufenden gerichtlichen Verfahrens, das wir öffentlich nicht kommentieren.