5 juni 2014

Weltumwelttag 2014

Der weltweit begangene Tag der Umwelt am 5. Juni ist auch für Veolia Anlass zu Aktionen. An vielen Standorten nutzen wir diese Gelegenheit, um besonders Kinder und Jugendliche für Umweltthemen in ihrer unmittelbaren Lebenswelt zu sensibilisieren. Zwei Beispiele dafür, aus Braunschweig und aus Döbeln.


Braunschweig: Wie gut geht es dem Fluss?


Libellenlarven, Kleinkrebse oder Egel: Diese Tiere sind zwar klein, geben aber umfangreich Auskunft über den Zustand eines fließenden Gewässers wie des Flusses Oker. Davon haben sich die Schülerinnen und Schüler der Realschule John-F.-Kennedy mit ihrem Biologie-Wahlpflichtkursleiter Jan Schmidt-Hohagen überzeugt.

Anlässlich des Tags der Umwelt hat die zur Veolia-Gruppe gehörende Stadtentwässerung Braunschweig  (SE|BS) die Jugendlichen und ihren Lehrer eingeladen, bei der Arbeit der Gewässerunterhaltung nicht nur zuzuschauen, sondern mitzumachen. Eine Frage dabei: Wie kann man die Gewässerqualität - im Fachjargon Gewässergüte - ermitteln?

Biologin Diana Goertzen vom Institut für Geoökologie/Umweltsystemanalyse der TU Braunschweig klärte auf: "Bei der biologischen Gewässergüte werden nach einem festgelegten Verfahren wirbellose Wassertiere erfasst." Über die Zusammensetzung und Häufigkeit der einzelnen Arten wird ein Wert errechnet, der eine Aussage über die Belastung eines Fließgewässers mit organischen, leicht abbaubaren Substanzen erlaubt. Vom Arbeitsboot auf der Oker aus keschern die Schülerinnen und Schüler ihre Proben. Dann heißt es sieben, zählen und bestimmen. Gemeinsam mit Diana Goertzen werten sie im Anschluss die Probe aus und sind zufrieden: "Das selber machen hat richtig Spaß gemacht", freut sich eine Schülerin. Zum Abschluss ging es im Arbeitsboot zurück zur Schule, die einen eigenen Bootsanleger an der Oker hat.
 
 

Döbeln: Wie funktioniert eine Kläranlage?

Großeinsatz für die OEWA Wasser und Abwasser GmbH am Tag der Umwelt. In allen Bereichen, ob Trinkwasser oder Abwasser, stehen die Mitarbeiter bereit, um den Besuchern ihre Arbeit näher zu bringen. Mario Kummer zum Beispiel, Abwassergruppenleiter in Döbeln : „Ich versuche, unseren Gästen so viele Stationen wie möglich schmackhaft zu machen. Es gibt eine Menge zu entdecken.“ Kummers Männer jedenfalls haben in den letzten Tagen schon emsig daran gewerkelt, dass ihr Chef etwas präsentieren kann. Sie haben ein durchsichtiges Abwasserrohr mit verschiedenen Dingen derart zugesetzt, dass der große Saug- und Spülwagen geordert werden muss, um die Verstopfung zu beseitigen. „Einen Gullydeckel weiter“, wie Kummer andeutet, „kann man bei einer TV-Befahrung live dabei sein.“ Die Spezialkamera zeichnet auf, was sich im Kanal tut und man mit bloßem Auge nie zu Gesicht bekommen würde.

Auf der Kläranlage Döbeln-Masten des Abwasserzweckverbandes Döbeln-Jahnatal hält sich Ronny Naake bereit, führt die Interessenten über das Areal und erklärt die einzelnen Reinigungsstufen, die dazu führen, dass das Abwasser am Ende nahezu sauber zurück in den Wasserkreislauf gelangt. Steffen Mackiewicz wird auf dem Betriebshof in der Bahnhofstraße 42 in Döbeln veranschaulichen, wie er verborgene Lecke im Trinkwasserversorgungsnetz aufspürt. Eigens für den Tag der Umwelt wird ein Rohrschaden simuliert – und der langjährige OEWA-Mitarbeiter kann zeigen, wie gut er mit allerlei technischen Hilfsmitteln Fließgeräusche zuordnen kann.  Mit einem Bus-Shuttle geht’s außerdem ins Wasserwerk Gärtitz, wo OEWA-Mitarbeiter Thomas Kunert erklärt, wie das Wasser gewonnen, aufbereitet und verteilt wird.  Mehrere Schulklassen mit über 100 Mädchen und Jungen haben sich schon im Vorfeld angemeldet. 
 
KA Döbeln