Veolia Nachhaltigkeitspreis 2015: Leuchtturmprojekte aus guten Ideen

10 juli 2015
NHP 2015
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So vielfältig wie die Dienstleistungen der Veolia-Geschäftsbereiche Wasser, Entsorgung und Energie waren in diesem Jahr auch die 25 Einsendungen von insgesamt knapp 60 Beschäftigten. Die unternehmensinterne Arbeitsgruppe Nachhaltigkeit wählte die Siegerinitiativen in mehreren Kategorien nach den Kriterien Innovation, Übertragbarkeit, langfristige Wirkung sowie Lösung gesellschaftlicher Herausforderungen aus. Die Initiativen im Einzelnen:
 
Das Braunschweiger Energie-Effizienzquartier (EEQ) Hungerkamp gewann den Nachhaltigkeitspreis in der Kategorie Vertriebserfolg. Seit seinem ersten Betriebsjahr 2014 produziert dort ein Heizkraftwerk 100 Prozent Ökostrom aus Biomethan und 98 Prozent ,grüne‘ Wärme aus Biomethan und Holz. Das HKW erzeugt Strom für 2 300 und Wärme für 1 000 Haushalte, reduziert den CO2-Ausstoß um 8 000 Tonnen pro Jahr und nutzt modernste Filtertechnik. Den Preis nahm Verena Zitterich, Projektentwicklerin des Versorgers BS Energy, entgegen.  
 
In der Kategorie Optimierung setzte sich ein Pilotprojekt zur Rohstoff-Rückgewinnung auf der Kläranlage Braunschweig durch. Die Idee: Über eine Thermo-Druck-Hydrolyse wird dem Abwasser noch vor der Faulung Phosphor und Stickstoff entzogen. So muss weniger Energie zur Reinigung eingesetzt werden, gleichzeitig gewinnt man wertvolle Rohstoffe für die Düngerproduktion, der für die regionale Landwirtschaft nutzbar ist. Ausgezeichnet wurden Christoph Siemers von der Stadtentwässerung Braunschweig SE|BS und sein Team.
 
Eine vorbildliche Kooperation sind das Biokompostwerk Essenheim bei Mainz und der regionale NABU-Verband eingegangen. In Essenheim, wo aus Bioabfall und Grünschnitt pro Jahr 22 000 Tonnen Kompost und Strom für 1 800 Einfamilienhäuser entstehen, setzen sich die Kollegen über das Kerngeschäft hinaus für den Naturschutz ein. In Zusammenarbeit mit dem NABU und weiteren Partnern werden eine Streuobstwiese und ein Teich als Biotope gepflegt, wurden Räume für Kleinlebewesen und Nistplätze für Insekten angelegt, Nisthilfen für Gebäudebrüter angebracht, Hallenwände begrünt und blühende Wiesen angelegt. Federführend bei der Initiative, die gesellschaftliches und ökologisches Engagement verbindet, sind Vertriebsmanager Uwe Honacker und sein Team.
 
Das Projekt „Verbesserung der Vereinbarkeit von Pflege und Beruf“ ist in der Kategorie Beschäftigte ein weiterer Gewinner. Verankert in den Managementzielen der MIDEWA Wasserversorgung in Mitteldeutschland, folgt die Initiative den neuen gesetzlichen Vorgaben der Bundesregierung und soll dazu beitragen, den Fachkräftebedarf und gleichzeitig die Leistungsbereitschaft von Beschäftigten zu sichern. Anonyme Fragebogenaktionen, regelmäßige Workshops während der Arbeitszeit und umfassende Beratung sind die wesentlichen Bausteine des Projekts, das Petra Assmann und Jenny Richter von der Personalabteilung der MIDEWA initiiert haben.
 
Einen Sonderpreis haben schließlich die Stadtwerke Görlitz für die Vielfalt ihrer Nachhaltigkeitsinitiativen erhalten. Dazu gehören insbesondere Projekte zur Mitarbeiterentwicklung und Führungsnachwuchsgewinnung in einer Region mit demografischem Wandel oder eine Kooperation mit der Hochschule Zittau. Im wasserwirtschaftlichen Bereich wurden Abwasserpumpen sowie die Brunnen- und Pegelwartung optimiert, während im Energiebereich die Fernwärmeversorgung zertifiziert und das Lichtlieferungsmanagement verbessert wurde. Dafür verantwortlich zeichneten insgesamt 16 Görlitzer Kollegen.
 
Etienne Petit, Generaldirektor von Veolia Deutschland, unterstrich anlässlich der Preisverleihung: „Veolia hat sich weltweit zu nachhaltigem Handeln gegenüber den Kunden, der Umwelt und den Beschäftigten verpflichtet. Ich freue mich besonders, dass unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dies in ihrer täglichen Arbeit mit Leben füllen und dafür sorgen, dass aus guten Ideen wirksame Leuchtturmprojekte werden.“