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📅 Veröffentlicht: 04. Mai 2026
Mit BeyondPFAS unterstützt Veolia Kommunen bei der zuverlässigen Entfernung von per- und polyfluorierten Alkylsubstanzen (PFAS) aus dem Trinkwasser. Die ganzheitliche Lösung reicht von der ersten Analyse bis hin zur vollständigen Zerstörung der Schadstoffe. Sie schafft für Wasserversorger die Sicherheit, gesetzliche Vorgaben einzuhalten, und schützt Verbraucherinnen und Verbraucher.
Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) sind in unserem Alltag allgegenwärtig. Mit ihren wasser-, fett- und schmutzabweisenden Eigenschaften stecken sie in Outdoor-Jacken, Pfannenbeschichtungen, Lebensmittelverpackungen und Feuerlöschschäumen. Doch die extrem stabilen Verbindungen haben eine gravierende Kehrseite: Sie sind in der Natur kaum abbaubar, reichern sich in Böden und im Wasserkreislauf an und einige von ihnen können die menschliche Gesundheit gefährden. Daher gelten sie auch als Ewigkeitschemikalien.
In ihrer neuen Trinkwasserrichtlinie legt die EU erstmals verbindliche PFAS-Grenzwerte für Wasserversorger fest. Umgesetzt in nationales Recht gelten sie in Deutschland seit dem 12. Januar 2026. Für die wichtigsten 20 Stoffe der PFAS-Gruppe liegt der Summengrenzwert bei maximal 0,1 Mikrogramm (100 Nanogramm) pro Liter Trinkwasser. Ab 2028 erfolgt eine weitere Verschärfung.
Da herkömmliche Aufbereitungsverfahren bei PFAS an ihre Grenzen stoßen, stehen Wasserversorger vor gewaltigen Aufgaben – vor allem mit Blick auf die verschärften Grenzwerte ab 2028. Denn zur Filtration von PFAS aus dem Trinkwasser braucht es Spezialverfahren, hinzu kommt das Problem der Entsorgung. Wohin mit den PFAS-haltigen Rückständen?
Eine Antwort auf diese Herausforderungen bietet Veolia mit BeyondPFAS. Umgesetzt in einem partnerschaftlichen Modell, nimmt Veolia den Kommunen sämtliche Schritte der PFAS-Beseitigung ab. Das integrierte Angebot reicht von der Schadstofferkennung über zuverlässige Filtrationsverfahren bis hin zum vollständigen Abbau der Rückstände in Veolia eigenen Anlagen zur Behandlung gefährlicher Abfälle. BeyondPFAS erfüllt damit alle Anforderungen an die Schadstoffbehandlung und die Einhaltung gesetzlicher Vorschriften – und bietet sowohl Wasserversorgern als auch Verbraucher*innen die nötige Sicherheit. Wie Technik und Zusammenarbeit in der Praxis konkret aussehen können, erklärt Dr. Markus Biegel, Technischer Leiter von Veolia Wasser Deutschland.
Wirkungsvoll gegen PFAS
Fakten zu PFAS und Gesetzgebung
Was sind PFAS?
Eine chemische Stoffgruppe von über 10.000 langlebigen künstlichen Substanzen. Ihre extrem stabile Kohlenstoff-Fluor-Bindung gehört zu den stärksten in der organischen Chemie und macht sie nahezu unzerstörbar. Gleichzeitig verleiht sie PFAS einzigartige Eigenschaften: Sie sind wasser-, fett- und schmutzabweisend sowie chemisch und thermisch hoch beständig. Genau diese Kombination macht sie industriell wertvoll – und bislang nur schwer vollständig ersetzbar.
Der neue Summengrenzwert (PFAS-20)
Am 12. Januar 2026 ist in der deutschen Trinkwasserverordnung ein neuer Grenzwert in Kraft getreten. Die Summe von 20 toxikologisch relevantesten PFAS darf den Wert von 100 Nanogramm pro Liter (ng/l) nicht mehr überschreiten.
Verschärfung des Grenzwertes ab 2028 für PFAS-4
Ab dem 12. Januar 2028 greift ein noch strengerer Sondergrenzwert. Dann gilt für vier besonders bedenkliche Einzelsubstanzen (PFOA, PFNA, PFHxS, PFOS) ein Grenzwert von maximal 20 ng/l.
Fünf Fragen
an Dr. Markus Biegel, Technischer Leiter von Veolia Wasser Deutschland.
SOLUTIONS: Warum ist das Thema PFAS für Kommunen und Wasserversorger aktuell so brisant?
Dr. Markus Biegel: Das liegt vor allem an der extremen Langlebigkeit dieser Stoffe, die sich mit normalen Klär- oder Wasseraufbereitungsverfahren nicht oder nur unzureichend herausfiltern lassen. Wasserversorger sind deshalb dazu gezwungen, Spezialtechnologien nachzurüsten, was enorme Kosten verursachen kann. Ein bekanntes Beispiel: In Rastatt machte eine PFAS-Kontamination Investitionen von mehr als 17 Millionen Euro in die Trinkwasseraufbereitung nötig. Der Handlungsdruck wird gleichzeitig durch die neuen Grenzwerte in der Trinkwasserverordnung erhöht.
SOLUTIONS: Wie kann Veolia die Kommunen bei dieser Mammutaufgabe unterstützen?
Dr. Markus Biegel: Wir haben mit BeyondPFAS ein Lösungsportfolio entwickelt, das genau hier ansetzt. Unser Prozess deckt jeden Schritt ab – von der ersten Wasseranalyse und Diagnose über die Planung und den Betrieb maßgeschneiderter Anlagen bis hin zur endgültigen Behandlung und Beseitigung der aus dem Trinkwasser herausgefilterten Schadstoffe. Um gemeinsam mit den Kommunen die individuell beste Lösung zu finden, bieten wir kostenlose Erstberatungen und Wasseranalysen an.
SOLUTIONS: Welche technischen Lösungen kommen dabei in den Wasserwerken zum Einsatz?
Dr. Markus Biegel: Da jede Verunreinigung unterschiedlich ist, setzen wir auf ein Multibarrierensystem und kombinieren bewährte mit modernsten Verfahren. Zu unserem Portfolio gehören leistungsstarke Membranverfahren wie die Umkehrosmose, spezielle Ionenaustauscherharze – zum Beispiel unser LEAPfas™-System – und die Aktivkohlefiltration. Die Umkehrosmose ist nach derzeitigem Wissensstand besonders effektiv, um auch sehr kleine, hochmobile Moleküle umfassend aus dem Wasser zu entfernen. Außerdem verfügen wir weltweit über mehr als 1.600 mobile Wasseraufbereitungsanlagen, die wir Kommunen bei akuten Belastungen schnell und flexibel zur Verfügung stellen können.
SOLUTIONS: Wenn die PFAS aus dem Wasser gefiltert sind, sind sie aber noch nicht aus der Welt. Was passiert mit den hochbelasteten Rückständen?
Dr. Markus Biegel: Das ist ein ganz entscheidender Punkt. Die PFAS-haltigen Rückstände, wie beispielsweise beladene Aktivkohle oder flüssige Konzentrate, müssen fachgerecht entsorgt und die Schadstoffe zerstört werden. Das erfolgt in modernen Hochtemperaturverbrennungsanlagen von Veolia | Hazardous Waste Europe, zum Beispiel in Schkopau in Sachsen-Anhalt. Hier werden bis zu 99,9999 Prozent der PFAS zerstört. Erst durch diese vollständige thermische Beseitigung beenden wir den Kreislauf und verhindern, dass die Chemikalien wieder in die Natur gelangen.
SOLUTIONS: Gibt es bereits Erfolge, die Sie aus der Praxis teilen können?
Dr. Markus Biegel: Weltweit hat Veolia bereits über 91 Milliarden Liter PFAS-belastetes Wasser erfolgreich behandelt, insbesondere in den USA, wo heute schon sehr strenge Grenzwerte gelten. Aber wir müssen gar nicht so weit schauen: Bereits seit 2023 führen wir in den in kommunalem Auftrag von uns betriebenen Trinkwasseranlagen in Deutschland ein umfassendes PFAS-Monitoring durch, um vorausschauend agieren zu können. Bisher lagen die maximalen Messwerte weit unter dem seit 2026 geltenden Grenzwert von 100 Nanogramm pro Liter. Wir überwachen die Werte weiterhin streng und stehen den Kommunen bei der Vorbereitung auf die verschärften Vorgaben ab 2028 zur Seite.
Aus der Veolia Gruppe
Englischsprachige Videos mit Untertiteln.
BeyondPFAS: Das neue Komplettangebot von Veolia im Bereich PFAS
Herkunft und Behandlung von PFAS
Kompetenzen und Kennzahlen
Mehr als
91 Mrd.
Liter PFAS-belastetes Wasser weltweit
wurden erfolgreich von Veolia behandelt und belegen die praktische Erfahrung im industriellen Maßstab.
Veolia ist Betreiber von
125
Kläranlagen und 35 Wasserwerken
in Deutschland und langjähriger Partner der Kommunen in der Trinkwasserversorgung und Abwasserentsorgung.
Mehr als
100
PFAS-Behandlungsanlagen weltweit
wurden bereits installiert – von kompakten Anlagen für kleinere Kommunen bis hin zu großtechnischen Systemen.
Mehr als
1600
mobile PFAS-Behandlungsanlagen
ermöglichen schnelle und kurzfristige Wasseraufbereitung bei akuten Belastungen.
Ihr Ansprechpartner:
Dr. Markus Biegel
Leiter Technische Abteilung Veolia Geschäftsbereich Wasser
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