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 📅  Veröffentlicht: 04. Mai 2026

Partnerschaft wirkt

Dekarbonisierung, Digitalisierung, demografischer Wandel: Kommunen und Industrie stecken mitten im tiefgreifenden Wandel. Aufgaben sind komplex, Investitionen hoch und Kapazitäten knapp. Doch wo Verantwortung geteilt, Wissen gebündelt und Lösungen gemeinsam entwickelt werden, entsteht neuer Handlungsspielraum. Genau da setzt Veolia an – als Infrastrukturpartner für Energie, Wasser und Entsorgung.

Kommunen unter Handlungsdruck

Kommunen managen derzeit nicht ein einzelnes Großprojekt, sondern eine Vielzahl paralleler Transformationsfelder, wie Energie- und Mobilitätswende, Digitalisierung und den Auf- bzw. Ausbau resilienter Infrastrukturen. Gleichzeitig sind sie mit Fachkräftemangel, knappen Haushalten und Investitionsrückständen konfrontiert. Viele Städte und Gemeinden stoßen daher zunehmend an ihre personellen und finanziellen Grenzen. Öffentlich Private Partnerschaften (ÖPP) können hier ein wichtiger Hebel sein. Sie ermöglichen es Kommunen, private Expertise und privates Kapital gezielt in komplexe Infrastruktur- und Transformationsprojekte einzubinden.

Für Veolia ist dieses Modell seit vielen Jahren gelebte Praxis. Das Unternehmen unterstützt Kommunen in systemrelevanten Bereichen der Daseinsvorsorge: Wasser, Entsorgung und Energie. Als Infrastrukturpartner steht Veolia für Versorgungssicherheit und eine wirtschaftlich tragfähige Umsetzung der ökologischen Transformation.
 

Studie zeigt: Partnerschaften entlasten

Wie positiv sich die Zusammenarbeit der öffentlichen Hand mit der Privatwirtschaft auf kommunale Infrastrukturprojekte auswirken kann, belegt eine aktuelle Studie des Kompetenzzentrums Öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge (KOWID).

Sie kommt zu dem Schluss: ÖPP-Projekte entlasten nicht nur die öffentliche Verwaltung personell. Sie bieten vor allem die Chance, die Innovationsfähigkeit des privaten Partners zu nutzen, die Qualität der Infrastruktur zu erhöhen und im Ergebnis eine Kostenersparnis für Städte und Gemeinden zu erzielen. Dies ist vor allem vor dem Hintergrund der oft angespannten Haushaltslage und der Investitionsrückstände in vielen Kommunen ein ausschlaggebender Faktor. Laut KfW-Kommunalpanel liegt der Investitions­rückstand in den Kommunen 2024 bei 215,7 Milliarden Euro – ein Plus von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

An der Befragung zur Studie „Zusammenarbeit der öffentlichen Hand mit privaten Unternehmen durch ÖPP in der kommunalen Praxis“ nahmen 92 Kommunen aus ganz Deutschland mit mehr als 10.000 Einwohnerinnen und Einwohnern teil. Von den Befragten bewerten 61 Prozent eine Zusammenarbeit mit privaten Unternehmen positiv – ­und zwar vor allem Kommunen, die bereits Erfahrung mit ÖPP-Projekten gesammelt haben. ÖPP-Modelle werden hauptsächlich in der Energieversorgung, der energetischen Transformation sowie im Bereich Ver- und Entsorgung umgesetzt oder ins Auge gefasst – alles Bereiche, in denen Veolia aktiver Partner ist. Ein Argument für ÖPP u. a. in diesen Bereichen ist, dass es vielen der befragten Kommunen insbesondere an technischem Personal mangelt. Private Unternehmen wie Veolia können hier mit Know-how und technischen Lösungen unterstützen.

Für eine erfolgreiche Umsetzung von ÖPP-Projekten nennen die Befragten vor allem drei Faktoren: eine fundierte Wirtschaftlichkeitsprüfung, klare Vertragsstrukturen mit transparenter Risikoaufteilung sowie die Sicherung der kommunalen Steuerungs- und Kontrollmöglichkeiten. Als Herausforderungen gelten dagegen vor allem die Komplexität der Vertragsgestaltung sowie politische und gesellschaftliche Vorbehalte. Häufig werden Öffentlich Private Partnerschaften fälschlicherweise mit Privatisierungen gleichgesetzt. Tatsächlich bleiben Verantwortung und Steuerung in der Regel bei den Kommunen, während private Partner ihre Expertise, ihre Investitionskraft und ihr Kapital einbringen. Dabei können ÖPP verschiedene Formen haben – von Betriebsführung bis Beteiligungsmodel.


Handlungsfelder für 
Partnerschaften und wo 
Veolia der passende Partner ist

Veolia SOLUTIONS 2026 Infografik ÖPP Hauptartikel

*Quelle: KOWID-Studie „Zusammenarbeit der öffentlichen Hand mit privaten Unternehmen durch ÖPP in der kommunalen Praxis“, empirischer Teil („Kommunalbefragung“), der als Onlineerhebung über das Tool LimeSurvey durchgeführt wurde. Angeschrieben wurden alle Städte und Gemeinden mit mehr als 20.000 Einwohner*innen. Teilgenommen haben 92 Städte und Gemeinden ab 10.000 Einwohner*innen. Die Teilnahme wurde vom Deutschen Städtetag empfohlen. Die „Relevanz der Partnerschaften“ ist kein allgemeines Meinungsbild, sondern Ergebnis dieser strukturierten Kommunalbefragung im Rahmen der Studie.

Die komplette Studie können sie hier herunterladen:

PDF, 25,2 MB
(Externer Link zum Kompetenzzentrum Öffentliche Wirtschaft, Infrastruktur und Daseinsvorsorge e.V.)


ÖPP als gelebte Praxis

Für Veolia sind Öffentlich Private Partnerschaften kein theoretisches Konzept, sondern gelebte Realität, in der beide Partner Verantwortung übernehmen. Seit über 20 Jahren ist das Unternehmen an den Stadtwerken Braunschweig, Görlitz und Weißwasser/Oberlausitz beteiligt und engagiert sich dort gemeinsam mit den kommunalen Partnern für eine zukunftssichere Daseinsvorsorge. In der Zusammenarbeit behält die Kommune die strategische Steuer­ungshoheit, während Veolia operatives Know-how, technologische Kompetenz und Investitionskraft partnerschaftlich einbringt. Diese Arbeitsteilung hat sich über die Jahre zum belastbaren Geflecht entwickelt, das auch unter Druck trägt. „Gerade in Transformationsphasen zeigt sich die Stärke dieser Verbindung. In Braunschweig haben wir beispielsweise gemeinsam den Kohleausstieg umgesetzt. Das Steinkohlekraftwerk wurde durch ein modernes Biomassekraftwerk ersetzt, das mit aufbereitetem Altholz befeuert wird – ein Brennstoff, der aus unserem Entsorgungsbereich stammt und dort professionell aufbereitet wird“, erläutert Martin Ridder, COO von Veolia.

Auch in Görlitz steht mit dem Projekt „United Heat“ ein länderübergreifender Ansatz für eine dekarbonisierte Wärmeversorgung in den Startlöchern. Beide Projekte zeigen: Die Verbindung von Entsorgungs- und Energiekompetenz innerhalb einer partnerschaftlichen Struktur setzt sowohl ökologische als auch wirtschaftliche Synergien frei. „Dass ÖPP funktionieren, erleben wir täglich – gerade im kommunalen Trink- und Abwasserbereich. Das Prinzip ist einfach: Die Kommune bleibt Herrin über Infrastruktur, Investitionen und Preise; wir bringen operatives Know-how ein und tragen unternehmerische Risiken. So entstehen Partnerschaften auf Augenhöhe, die Innovation und Effizienz beschleunigen und stabile Preise für die Bürgerinnen und Bürger sichern. Angesichts des Investitionsdrucks sind ÖPP keine Randlösung mehr, sondern eine zentrale Antwort für verlässliche Daseinsvorsorge und eine Investition für kommende Generationen“, sagt Thiebauld Mittelberger, CEO von Veolia Wasser.

Was hier deutlich wird: Öffentlich Private Partnerschaften sind keine kurzfristigen Projektmodelle, sondern langfristige Allianzen. Sie verbinden kommunale Verantwortung mit industrieller Expertise, sichern die Daseinsvorsorge und ebnen den Weg in die Zukunft. Insbesondere für Wärmeplanung, Netz­ausbau, Kreislaufwirtschaft und die Digitalisierung kommunaler Infrastrukturen ist partnerschaftliches Handeln ein entscheidender Hebel.

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„Gerade in Transformationsphasen zeigt sich die Stärke dieser Verbindung.“

Martin Ridder, COO von Veolia


Transformation in der Industrie

Auch in der Industrie wächst der Druck, Transformation nicht mehr allein zu organisieren. Ob Energieversorgung, Dekarbonisierung oder resiliente Infrastrukturen: Die Aufgaben sind komplex und nehmen zu. Gleichzeitig steigen Kosten und Wettbewerbsdruck. Im Zuge dessen werden partnerschaftliche Formen der Zusammenarbeit, die über klassische Auftraggeber-Auftragnehmer-Beziehungen hinausgehen und stärker auf gemeinsame Lösungen setzen immer wichtiger.  Veolia begleitet die Industrie bei ihren Transformationsvorhaben als strategischer Partner, der für stabile Versorgungsstrukturen sorgt. Dabei verknüpft das Unternehmen seine Expertise aus den Bereichen Entsorgung, Energie und Wasser zu integrierten Versorgungssystemen. Dazu zählen etwa die Nutzung von Abwärme für das Erhitzen von Prozesswasser, die Umwandlung nicht mehr recycelbarer Abfälle in Ersatzbrennstoffe oder der Aufbau von Wasserkreisläufen, die die Frischwasserzufuhr in der Produktion um bis zu 90 Prozent reduzieren können. Diese integrierten Ansätze schaffen ökologische und wirtschaftliche Vorteile zugleich: sinkende Energiekosten, höhere Versorgungssicherheit und mehr Resilienz.
 

Partnerschaft als Leitmotiv

Die Transformation der Infrastruktur gehört zu den zentralen Aufgaben der kommenden Jahrzehnte. Erfolgreich wird sie dort sein, wo Partner ihre Stärken bündeln und gemeinsam handeln. Öffentlich Private Partnerschaften schaffen in den Kommunen dafür den Rahmen, strategische Partnerschaften in der Industrie. Im Ergebnis entstehen mit Veolia als Partner nachhaltige Lösungen für Versorgungssicherheit und eine resiliente Zukunft.

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